|
Aufkirchen, 23.12.2005
Text: Christoph Bienert
Unsere Weihnachtsfeier 2005
34, von dem seit über 3 Wochen anhaltenden Weihnachtsstress sichtlich gezeichnete Burschen, hatten sich bei unserem Wirt Michele eingefunden, um eine kleine,
feine, griabige, gemütliche und auch besinnliche Weihnachtsfeier zu zelebrieren.
Ja gleich 3 passive Burschen hatten den beschwerlichen, langen Weg zur Mehrzweckhalle in Kauf genommen, um mit uns bei ein paar
Bieren über die stade Weihnachtszeit zu sinnieren. Bald darauf kam auch schon der Wirt mit
den Salaten, und ich kann euch verraten, danach gab es doch keinen Braten. Denn bei den bestellten, vorzüglichen Pizzen kamen
besonders der Hippi und der Ring Sing ins Schwitzen. Nach dem fetten Essen musste natürlich fast jeder ein paar kleine Schnäpschen hinunterpressen.
Dann war’s Zeit für den Ulli und den Dammerl mit ihren Gedichten und ihren Weihnachtsgeschichten, ja das kann ich euch berichten. Ja gleich 4 zuckersüße Engel
waren dabei und schon gab’s bei uns ein großes Geschrei. Wir konnten alle nur noch lachen und dazu noch so einige Faxen machen.
Lag es an Hartl Sepps langen, grazilen Haxen, die ihm seit seiner Geburt gewachsen, oder war es Hippi’s Nachthemd, das war ihm überhaupt
nicht fremd. Oder war es doch Floh’s Heiligenschein, mit dem er aussah – gar nicht wie sonst – so klein. Wahrscheinlich lag es doch an
Müller Hannes weißen Haaren, in denen doch so einige Läuse waren. Die zweite Geschichte aus Maisach vom 4. Advent, die jetzt schon fast
jeder kennt, war ein richtiger Brüller, ja ein regelrechter Weihnachtsknüller. Nach dem tosenden Applaus war die Geschichte leider aus.
Nun war auch schon der Roman mit der amerikanischen Versteigerung dran und jeder Bursch ging sofort an seine Kleingeldreserve ran. Wunderbare kleine und große
Flaschen hatte man zuvor zu Preisen einpacken lassen. Nach kurzer Zeit lag der Tisch der Jungburschen mit Leader Glücksschwein Boffel Böck in Führung, das brachte alle
anderen natürlich nicht zur Rührung. Wie wir alle wissen, fanden es die anderen Burschen sogar beschissen. Bei den letzten beiden Preisen, dass mussten wir
zwar nicht mehr beweisen, konnte der Roman bei der immensen Lautstärke keine Nennungen mehr hören, das kann ich sofort beschwören. Trotzdem kam die gesamte
fette Beute unter die versammelte Meute. Den letzten Preis hat der Vollgas Richie bekommen, so hart umkämpft hatte wohl noch keiner gewonnen.
Zu später Stunde machte dann noch die ein oder andere Luftmaß die Runde. Dabei wurde es immer geiler, so auch für so manchen Langeweiler. Der Wirt hielt es besonders
lange aus, deshalb war es für ihn bestimmt ein Graus, und er schmiss uns um 4 Uhr alle raus.
Wie die Hunnen fielen 12 Burschen noch beim Dobei ein und hauten sich gleich noch ein paar Halbe rein. Bis um 7, so steht es hier geschrieben, wurde dort noch gesoffen
und so mancher Scheiß gesprochen. Doch dann war es endlich vorbei mit dieser wahnsinnigen Sauferei.
|